SSV Bozen

Der SSV Loacker Bozen Volksbank behält im Derby gegen Eppan die Oberhand

Am dritten Spieltag der Serie A Beretta stand für den SSV Loacker Bozen Volksbank am Samstagabend das erste Südtiroler Derby der laufenden Meisterschaft auf dem Programm. Die Weiß-Roten setzten sich gegen die Eppan Handball Löwen 34:32 durch und feierten den dritten Erfolg im ebenso vielten Spiel. Für die Weiß-Roten war es gleichzeitig der elfte Triumph im elften direkten Duell mit den Überetschern. 

Eppan war in der Anfangsphase spielbestimmend und bestach in den ersten zehn Minuten durch eine fast 100-prozentige Chancenauswertung. Die Folge war eine 7:5-Führung für die Löwen. Nach einer Viertelstunde brachte Santinelli die Gäste mit drei Toren in Front (10:7). Die Weiß-Roten ließen sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen. Durch Sporcic und Udovicic kamen sie wieder heran und Sonnerer sorgte in der 19. Minute sogar für den Ausgleich (11:11). Für Bozen kam es aber noch besser, denn Udovicic brachte die Talferstädter erstmals in Führung, nachdem zuvor Hermones einen Castillo-Siebenmeter entschärft hatte. 

Jetzt lief der Bozner Motor. Fünf Minuten vor der Pause lag der SSV Loacker Bozen Volksbank durch die ersten beiden Greganic-Treffer erstmals in diesem Match zwei Längen vorne (15:13), wenig später sorgte Routinier Michael Pircher mit dem 16:13 für einen Drei-Tore-Vorsprung und Starcevic stellte in der letzten Minute der ersten Halbzeit sogar auf 17:13. Modestas für Eppan und Greganic für die Hausherren netzten bis zur Pause ein – mit dem Spielstand von 18:14 ging es in die Kabinen. 

Bozen macht den Sack trotz Sechs-Tore-Führung nicht zu

Nach dem Wiederanpfiff zog Bozen dank Udovicic erstmals auf fünf Tore davon (19:14), in der 42. Minute nach einem verwandelten Turkovic-Siebenmeter sogar auf sechs (25:19). Es war aber noch keine Vorentscheidung in dieser Partie, denn Eppan gab sich nicht geschlagen. Eine gute Viertelstunde vor Schluss kamen die Gelb-Blauen mit Semikov auf vier Treffer heran (22:26), ehe Oberrauch auf drei Längen Rückstand und Trojer Hofer auf minus zwei verkürzte (47.). Jetzt war wieder Feuer in diesem Derby. 

„Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Was mich ärgert ist die Tatsache, dass wir einen Sechs-Tore-Vorsprung nicht über die Zeit bringen konnten. Wir haben Eppan leider wieder ins Spiel kommen lassen, anstatt den Sack zuzumachen. Das ist etwas, das wir in den nächsten Wochen unbedingt verbessern müssen.“

MARIO SPORCIC (SPIELERTRAINER SSV LOACKER BOZEN VOLKSBANK)

Auch, weil Sljepcevic in der 49. Minute das 27:28 erzielte und Semikov kurz darauf ausglich (50.). Die Partie blieb dramatisch. Zehn Minuten vor Schluss musste Sljepcevic nach einer Roten Karte vom Feld, Marino brachte Bozen wieder in Front und Sonnerer stellte in Minute 52 auf 30:28. Danach erzielte Udovicic das 31:28 und brachte wieder Ruhe ins Spiel der Weiß-Roten. Fünf Minuten vor Schluss hätte Semikov per Siebenmeter neuerlich auf ein Tor Rückstand aus Sicht der Gäste verkürzen können. Doch Hermones hielt und auf der Gegenseite netzte Udovicic mit seinem zehnten Treffer ein (32:29). Als Greganic in der 58. Minute nach einem Gegenstoß das 34:30 erzielte, war die Partie endgültig entschieden und der elfte Sieg im elften Aufeinandertreffen mit den Eppanern unter Dach und Fach. Der SSV Loacker Bozen Volksbank bleibt damit auch im dritten Meisterschaftsspiel der Saison 2020/21 ungeschlagen und ist Tabellenführer der Serie A Beretta.  

 

„Gegen Bozen darfst du dir im Angriff nicht so viele Fehler erlauben. Aber ich bin zufrieden, was die kämpferische Einstellung der Jungs angeht. Nach einem Rückstand von sechs Toren haben wir uns wieder ins Spiel gebracht, sogar zum 28:28 ausgeglichen. Mit einigen Pfiffen war ich nicht unbedingt einverstanden. Jetzt heißt es den Blick nach vorne zu richten, das Positive aus dieser Begegnung mitzunehmen und die nächsten Partien gegen Siena und Brixen gut vorzubereiten.“

Miljan Gagovic (Trainer Eppan Handball Löwen)

SSV Loacker Bozen Volksbank – Eppan Handball Löwen 34:32 (18:14)

SSV Loacker Bozen Volksbank: Hermones, Rottensteiner; Greganic 6, Marino 3, Montagna, Paul Pircher, Michael Pircher 1, Rossignoli, Sonnerer 5, Sporcic 1, Spögler, Starcevic 1, Turkovic 7, Udovicic 10, Venturi, Walcher. Trainer: Dalvai

Eppan Handball Löwen: Bortolot, Raffl; Brantsch 4, Castillo 1, Modestas 5, Morandell, Oberrauch 6, Moritz Pircher 3, Andreas Pircher, Santinelli 1, Semikov 5, Singer, Slijepcevic 3, Trojer Hofer 4, Unterhauser, Wiedenhofer. Trainer: Forer

Schiedsrichter: Marcello Carrino/Stefano Pellegrino